Auf meinem Weg ins Heute habe ich mich mit vielen unterschiedlichen und doch verbundenen Inhalten beschäftigt.
In all diesen Phasen habe ich Kenntnisse und Fähigkeiten erworben, die ich immer wieder in meine aktuelle Arbeit einfließen lassen kann und die mich schließlich und endlich zu dem Freelancer machten, der ich heute bin.
Mein Weg begann bei der Literatur. Angefixt durch einen tollen Deutschlehrer in der 11. Klasse entstand eine Liebe zu Büchern, Geschichten und Literaten, die bis heute anhält.
Im Germanistik-Studium vertiefte sich diese Faszination für die Sprache und die Literatur und ein zweites Element dockte plötzlich an: Zum ersten Mal im Leben sah ich wirklich gutes Theater - in den folgenden Jahren bestimmt 120 bis 150 Aufführungen. Und es entstand die Idee, selbst Theater machen zu wollen.
Deshalb besuchte ich darauf hin eine Schauspielschule und ließ mich zum Regisseur ausbilden.
Neben sehr viel Theaterhandwerk lernte ich dabei viele andere Fähigkeiten, von denen ich immer noch profitiere.
Ich lernte, wie man Geschichten spannend erzählt. Nicht nur die großen, das ganze Stück übergreifenden Geschichten, sondern auch die kleinen. Ich lernte, wie viel Bedeutung in Blicken und Gesten stecken kann und wie diese kleinen Zahnrädchen die Mechanik der großen Geschichte in Bewegung halten.
Ich lernte kreative Arbeit im Team und welchen Reichtum an Ideen ein offenes, kreatives Miteinander erzeugen kann.
Ich lernte, dass man nur dann Improvisieren kann, wenn man verdammt gut vorbereitet ist.
Ich lernte, genau hinzuschauen, zuzuhören und mich in ein Thema zu vertiefen.
Ich lernte, dass Kreativität auch mal eine Sackgasse, einen Irrtum braucht. Kreativität ist spielerisches Ausprobieren und dazu gehören Versuche und Irrtümer. Nur so kann am Ende ein gutes, befriedigendes Ergebnis entstehen. Und so lernte ich auch Geduld (zumindest ein bisschen).
Und ich habe gelernt, dass man letztendlich immer für ein Publikum arbeitet, das man nicht aus den Augen verlieren sollte.
In meiner Zeit als Mitarbeiter einer Agentur lernte ich dann das ein oder andere über interne Kommunikation und Marketing. Ich begann, die Abläufe in Industrie und Wirtschaft zu verstehen und konnte das kreativ in Kommunikation umsetzen.
Außerdem entwickelte ich meine eigene Bildsprache in Film und Fotografie.
Auf meiner bisher letzten Etappe, meiner Selbständigkeit als Filmer und Fotograf, lernte ich, wie viele Facetten meine Arbeit haben kann. Imagefilme, Online-Seminare, Veranstaltungsdokumentationen, Social-Media Beiträge, Produktvideos, Animationen, Interviews oder Schulungsfilme - es war alles schon mal dabei.
Ich habe gelernt, dass mich diese Vielfalt natürlich herausfordert und gleichzeitig befriedigt.
Ich habe gelernt, dass sich die Anforderungen an meine Arbeit ständig verändern und man immer bereit sein muss, vermeintliche Wahrheiten über Bord zu schmeißen.
Ich habe schließlich gelernt, dass sich ein langer Atem auszahlt. Auf Ideen und Entschlüsseln zu beharren, wenn man sich wirklich damit auseinander gesetzt hat und davon überzeugt ist, lohnt sich. Auch wenn man damit manchmal ziemlich alleine steht.
Und ich habe herausgefunden, wie befriedigend Arbeit für NGOs sein kann.